Heimarbeit

Die Löhne der in den Fabriken arbeitenden Männer reichten Familien bis in die 1950er-Jahre oftmals nicht zum Leben aus. Nähen in Heimarbeit ermöglichte es Frauen und Kindern, einen Teil zum Einkommen der Familien beizutragen. 

Die ausgestellte Sockenstrickmaschine der Marke Stabil aus dem Jahr 1930 war für die Arbeit daheim gedacht. Das dazugehörige Lehrbuch für ‹Heim-Rundstrick-Maschinen› erläutert mit zahlreichen technischen Zeichnungen die Funktionsweise. Ihre Bauart erinnert an die frühen Rundstrickmaschinen des 19. Jahrhunderts mit Kurbel-Handantrieb. Meist waren die Rundstrickmaschinen im unteren Stockwerk des Hauses aufgestellt, wo sie fast Tag und Nacht abwechselnd von den Familienmitgliedern bedient wurden. 

Durch die sprunghaft ansteigende Nachfrage an Trikotstoff, dem Einsatz der Dampfmaschine und dem Aufkommen der Elektrizität verlagerte sich die Textilproduktion mit Beginn des 20. Jahrhunderts in die Fabrikgebäude. Sowohl Männer als auch Frauen und Kinder begannen in den Fabriken zu arbeiten.

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